Achtsamkeit im Wald - Krafttanken im Wald
Die Kraft der Wälder nutzen
Wer kennt es nicht? Man geht in den Wald, um den Kopf freizukommen und trotzdem dreht sich das Gedankenrad weiter. Man fühlt sich danach zwar erholt und frisch, aber macht danach trotzdem weiter wie bisher.
Um in einen Zustand der Erholung zu kommen nutzen wir verschiedenen Übungen, um den sogenannten "Funktionsmodus" zu verlassen. Damit ist das ständige Denken, Optimieren und Organisieren gemeint, das uns nicht zur Ruhe kommen lässt ("Overthinking").
Um Erholung erfahren zu können ist es notwendig, diese ständigen Denkprozesse zu minimieren. Besonders gut gelingt uns das in der Regel in der Natur. Angeleitete Übungen, bei denen man selbst nicht denken muss, sondern loslassen kann, haben sich in der Kombination als sehr nützlich erwiesen.
In den Exkursionen üben wir dabei verschiedene Techniken. Von Autogenem Training, das unterstützt, schneller in einen denkfreien Modus zu kommen, bis zu gezielten Übungen aus dem Naturresilienz-Training, bei dem bestimmte Fragestellungen behandelt werden können.
Maßgeblich für die wissenschaftliche Erforschung der positiven Effekte von Natur und gezielten Achtsamkeitsübungen ist das sogenannte Shinrin Yoku. Es wird übersetzt mit Heilen oder Baden im Wald und kommt in seiner heutigen Form aus Japan. Was viele von uns spüren - dass wir uns nach einem Besuch im Wald frischer und energiegeladener fühlen - wird dort seit Jahrzehnten systematisch wissenschaftlich erforscht. Mittlerweile beschäftigen sich Universitäten und Klinken auf der ganzen Welt damit, wie uns die Kraft der Wälder helfen kann, unsere Gesundheit zu erhalten.
Ein wesentlicher Faktor weshalb den Wäldern eine so wichtige Rolle zukommt ist ihre Besonderheit: Wälder sind in der Lage, mit unserem Immunsystem zu "kommunizieren" und dieses zu stärken. Das mag esoterisch klingen, ist aber ein chemischer Vorgang bei dem Botenstoffe wie Terpene mit unserem Körper in den Austausch treten und unseren Stresslevel reduzieren. Das wiederum hat vielfältige positive Auswirkungen, die von einer Reduzierung des Blutdrucks über die Abnahme von Ängsten bis hin zu einem verbesserten Schlaf oder besseren kreativen Problemlösungskompetenzen führen können.
Im Wald kombinieren wir Achtsamkeitsübungen in der Natur mit verschiedenen Übungen, um aus dem "Funktionsmodus" auszutreten und den positiven Effekt der Wälder gezielt zu verstärken.
Wichtig: bei gesundheitlichen Problemen konsultiere bitte deine Ärztin oder Therapeutin / deinen Arzt oder Therapeuten, ob die Teilnahme angesagt ist oder du etwas beachten sollst.
+50%
Waldbaden stärkt das Immunsystem
Studien zeigen, dass nach zwei Tagen im Wald die Anzahl der sogenannten "Killerzellen" im Körper um 50 % ansteigt. Nach einem Tag sind es 40 %. Die Anzahl und Aktivität der Killerzeller in unserem Körper sind ein Gradmesser für den Zustand unseres Immunsystems. Die Killerzellen beseitigen, vereinfacht gesprochen, unerwünschte Zellen im Körper.1)
30
Tage
Waldbaden wirkt nach
Die erhöhte Aktivität und Anzahl der natürlichen Killerzellen hielt in diesen Studien auch 30 Tage nach dem 1- oder 2-tägigen Waldbaden an. Waldbaden hat also einen nachhaltigen Einfluss auf das Immunsystem.1)
30 Min.
Erste positive Effekte
Schon nach 30 Minuten macht sich Waldbaden positiv bemerkbar. Der Blutdruck wird niedriger und die Pulsfrequenz beruhigt sich.2)
-50 %
Frauen reagieren schneller
Ein Tag im Wald senkte in den Studien bei Frauen den Adrenalin-Spiegel um 50 %, ein zweiter Tag um 75 %.
Bei Männer dauerte es länger, hatte dann aber einen ähnlichen Effekt: Der Adrenalinspiegel reduzierte sich in den Studien am ersten um 30 % und am zweiten Tag um 35 %.2)
Probieren geht über Studieren
Es gibt viel Forschung zu den positiven Effekten von Achtsamkeit im Wald und man kann viel darüber schreiben, aber am wirkungsvollsten ist sicherlich, es einfach auszuprobieren.

Impressionen
Unterwegs im Wald
Sehen, fühlen, riechen, schmecken, aber auch basteln mit Naturmaterialien oder Solozeit gehören zum Waldbaden dazu.
1) Quelle: Dr. Qing Li, Die wertvolle Medizin des Waldes, Rowohlt Polaris, 2018
2) Quelle: Wolf-Dieter Storl, Wir sind Geschöpfe des Waldes, Knaur.Leben, 2019










